Anforderungen an die Filtration
Verunreinigungen wie feste, flüssige und gasförmige Partikel sind der Fluch eines Hydraulikingenieurs.
Anlagen verlieren mit der Zeit an Effizienz und fallen schließlich aus. Das ist kostspielig. Die Probleme entstehen entweder extern oder intern durch Flüssigkeiten, Korrosion oder Verschleiß von Bauteilen oder durch unzureichende Wartung und Instandhaltung der Anlage.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird der Anlagenwartung oft nur eine geringe Priorität eingeräumt. Es werden Kosteneinsparungsmaßnahmen ergriffen anstatt ein effektives Wartungsprogramm. Die Verunreinigungskontrolle ist ein langfristiger Prozess mit kontinuierlicher Überwachung. Die optimale Leistung wird erzielt mit der Einbindung effektiver Filtration und Zustandsüberwachung zur Steigerung der Systemeffizienz.
Ausfälle von Hydrauliksystemen
Etwa siebzig bis neunzig Prozent der Ausfälle von Hydrauliksystemen sind auf Partikelverunreinigungen zurückzuführen. Wenn ein Systemingenieur geeignete Filtrations- und Kontaminationskontrollgeräte einbindet, um Verunreinigungen zu reduzieren, kann das System eine Effizienzsteigerung erzielen, die die Lebensdauer der Anlagen verlängert. Chris Banks, Vertriebsingenieur bei Hydrasales, unterstützt Kunden gerne bei der Filterauslegung. Er sagt: “Die Filterauslegung mit der MP Filtri-Software hilft bei der Filterauswahl. Nichts wird dem Zufall überlassen. Sie ermöglicht Simulationen unter verschiedenen Durchflussbedingungen und Drücke. Der Bericht berechnet Druckverluste für eine korrekte Filterauswahl.“
Hydraulikkomponenten sind kontinuierlich Verunreinigungen ausgesetzt, bevor es zum Ausfall kommt. Ein System verliert daher bereits ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme an Effizienz. Im Neuzustand läuft ein Hydrauliksystem mit vollem Druck und voller Durchflussrate, und die Systemlasten und Systemgeschwindigkeiten sind optimal. Im Laufe der Zeit verursachen Verunreinigungen Verschleiß und Risse an kritischen Oberflächenbereichen der Komponenten.
In der Regel sind die Toleranzen gering, und Ingenieure rechnen mit Bauteileabständen von 0,5 Mikrometern bis zu 50 Mikrometern. Es bedarf nur wenig Schmutz oder Verunreinigungen, um eine Öffnung
innerhalb eines Hydrauliksystems zu verstopfen. Jede Verstopfung oder Beeinträchtigung verringert und schränkt letztendlich den Durchfluss im System ein, was den Betrieb der Hydraulikanwendung beeinträchtigt, zum Stillstand bringt oder verlangsamt.
Wie können wir dieses Verunreinigungsproblem in den Griff bekommen und die Lebensdauer der Bauteile verlängern?
Der erste Schritt besteht darin, bereits in der Konstruktionsphase des Systems eine wirksame Filterung zu integrieren. Je nach Komplexität und den Anforderungen an die Systemleistung sollte der Konstrukteur die Einbindung von Druck-, Rücklauf-, Saug- und einem Durchflussfiltersystem zum Schutz der Komponenten in Betracht ziehen.
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