
Fluid-Kompatibilität
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über die Kompatibilität ausgesuchter Fluide mit den MP Filtri-Messsystemen der CMP-Produktlinie. Hierzu zählen unter anderem:
- Mineralöle
- Syntheseöle (z.B. PAO)
- Biologisch abbaubare Öle (z.B. HETG oder HEES)
- Schwerentflammbare Hydrauliköle (z.B. HFC)
- Offshore- und wasserbasierte Fluide
- Aggressive Medien und Phosphatester
- Kraftstoffe
Die Bewertung der Fluidkompatibilität berücksichtigt sowohl die chemische Beständigkeit der eingesetzten Werkstoffe und Materialpaarungen als auch die Eignung des jeweiligen Fluids für eine zuverlässige Bestimmung der Reinheitsklasse mit unseren Produkten. Letztere wird durch entsprechende Auszählbarkeitstests im MP Filtri Labor verifiziert.
Für spezielle Anwendungen oder Fluide, die nicht in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt sind, wenden Sie sich bitte an den zentralen Kundendienst oder Ihren persönlichen Ansprechpartner im technischen Vertrieb von MP Filtri.
Datenanalyse
PC-Software und App für mobile Endgeräte CMP VIEW
CMP View ist die leistungsstarke Softwarelösung von MP Filtri zur Steuerung und Parametrierung der hauseigenen Messsysteme zur Bestimmung der Fluidkontamination. Darüber hinaus ermöglicht sie die komfortable Visualisierung, Analyse und Verwaltung von Messdaten. Die Software wurde speziell für die Contamination-Monitoring-Produkte (CMP) von MP Filtri entwickelt und ist Bestandteil des Standardlieferumfangs.
Neben der Echtzeitvisualisierung und Trendanalyse von Messwerten unterstützt CMP View die automatisierte Erstellung von Messprotokollen und umfassenden Fluidzustandsberichten. Damit bietet die Software eine zentrale Plattform für die effiziente Auswertung und Dokumentation von Mess- und Zustandsdaten.
CMP View ersetzt die bisherige Softwarelösung LPA View und steht auf dieser Seite zum Download bereit. Für Anwender, die weiterhin LPA View nutzen möchten, stehen die Versionen LPA View 5.101 im Bereich „Download“ zur Verfügung.
Firmware Updates
Unsere Produkte unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Dieser umfasst unter anderem die Implementierung neuer Funktionen, die Aktualisierung von Normen und Klassifizierungsstandards sowie Maßnahmen zur Fehlerbehebung. Auch bei bereits länger im Einsatz befindlichen MP Filtri Messsystemen können diese Verbesserungen durch ein Update der Gerätesoftware (Firmware) genutzt werden.
Firmware-Updates können bei aktuellen Geräten einfach über einen angeschlossenen PC und die USB-Schnittstelle des jeweiligen Messsystems durchgeführt werden. Bei LPA3, CML3 und CML4 ist die erforderliche USB-Schnittstelle bereits im Gerät integriert. Für ICM 2.0 und ICM 4.0 wird hingegen der optional erhältliche USB-Schnittstellenwandler ICM-USBi benötigt.
Messgeräte älterer Generationen, beispielsweise ICM 1.0, LPA2 oder CML2, müssen für ein Firmware-Update – sofern für das jeweilige Gerät verfügbar – zu MP Filtri eingesendet werden. Wird ein Messgerät im Rahmen einer Rekalibrierung eingeschickt, erfolgt die Aktualisierung auf die jeweils aktuelle Firmware-Version automatisch.
Ein Firmware-Update erfolgt grundsätzlich in zwei Stufen:
Zunächst wird der sogenannte “Bootloader” installiert. Anschließend erfolgt die Installation der eigentlichen Firmware. Die erforderlichen Dateien stehen auf dieser Seite oder im Download-Bereich zur Verfügung.
Bitte beachten Sie die korrekte Zuordnung von Bootloader und Firmware:
- ICM 2.0, ICM 4.0: ICM Bootloader + ICM 2.0 Firmware
- LPA3, CML4, CML3: LPA/CML Bootloader + LPA/CML
Führen Sie anschließend folgende Schritte aus:
- Verbinden Sie das Messgerät über die USB-Schnittstelle mit einem PC mit Microsoft Windows Betriebssystem. Bei ICM 2.0 und ICM 4.0 erfolgt die Verbindung über den Schnittstellenwandler ICM-USBi.
- Starten Sie die Bootloader-Software, wählen Sie den entsprechenden COM-Port aus und folgen Sie den Anweisungen der Software.
- Nach erfolgreicher Installation des Bootloaders wiederholen Sie den Vorgang mit der entsprechenden Firmware-Datei.
- Stellen Sie nach Abschluss des Updates sicher, dass das Gerät ordnungsgemäß startet und vom System erkannt wird.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Durchführung eines Firmware-Updates oder möchten Sie prüfen lassen, ob für Ihr MP Filtri Messgerät eine aktuellere Firmware verfügbar ist, kontaktieren Sie uns gerne. Halten Sie hierzu bitte Seriennummer und Typenschlüssel, z.B. LPA3WPM101, Ihres Gerätes bereit.
Fachartikel
Fluidreinheit hydraulischer Systeme
An dieser Stelle finden Sie praxisorientierte Informationen zur Umsetzung sensorgestützter Zustandsüberwachungskonzepte in Hydraulik- und Schmiersystemen mit besonderem Fokus auf die Detektion partikulärer Verunreinigungen in Fluiden.
Neben den verschiedenen Möglichkeiten zur Integration automatischer Partikelzähl- und Überwachungssysteme (APC) in zustandsorientierte Instandhaltungskonzepte werden die jeweiligen Vorteile fest installierter Sensorlösungen (Inline/ Online) und portabler Servicegeräte (On-Site/ Offline) gegenübergestellt.
Die bereitgestellten Fachartikel vermitteln konkrete Handlungsempfehlungen für den Aufbau zuverlässiger Condition-Monitoring-Konzepte in fluidtechnischen Anwendungen. Ergänzend erhalten Sie praxisnahe Hinweise zur Interpretation von Messdaten, zur Erkennung kritischer Zustandsveränderungen sowie zur frühzeitigen Identifikation potenzieller Fehler- und Schadensursachen.


Fluideignung
Fluidbewertung und Auszählbarkeitstests
Sowohl die Basischemie als auch die eingesetzten Additivsysteme von Hydraulik- und Schmierfluiden können je nach Fluidtyp und Anwendung erheblich variieren und unterliegen einer kontinuierlichen Veränderung. Dadurch stellen bestimmte Fluide besondere Anforderungen an Messsysteme zur Fluidzustandsbewertung und Kontaminationsbestimmung.
Die Spezialisten von MP Filtri prüfen daher regelmäßig marktgängige Fluide in den hauseigenen Laboren auf ihre Kompatibilität mit den eingesetzten Messverfahren und messtechnischen Produkten. Neben der Materialverträglichkeit steht dabei insbesondere die grundsätzliche Eignung des jeweiligen Messprinzips für das zu untersuchende Fluid im Fokus.
So ist beispielsweise nicht jedes Fluid für optische Partikelmesssysteme nach dem Lichtblockadeprinzip geeignet. Ebenso kann die Bestimmung des relativen Wassergehalts mittels kapazitiver Sensorik durch bestimmte Fluideigenschaften eingeschränkt oder nicht möglich sein. Durch kontinuierliche Kompatibilitätsprüfungen stellt MP Filtri sicher, dass ordnungsgemäß installierte und betriebene Messsysteme unter geeigneten Einsatzbedingungen zuverlässige und valide Messergebnisse liefern.
Bestehen Zweifel an der Eignung bzw. Auszählbarkeit eines Fluids oder liegen hierzu keine ausreichenden Informationen vor, bietet MP Filtri seinen Kunden entsprechende Kompatibilitäts- und Auszählbarkeitstests in den hauseigenen Laboren an.



